AKTUELLES

Pressemitteilung vom 09. 02. 2012 -

Auch Brody und Lemberg im Kälteschock

 

Nicht nur durch die Medien, sondern durch individuelles Nachfragen wollte die Osteuropahilfe wissen, wie das mit Wolfratshausen freundschaftlich verbundene Brody in der Ukraine mit der anhaltenden Kältewelle zurecht kommt. Erfreulicherweise, so wurde dem Verein berichtet, gibt es dort keine Erfrierungsopfer. Die Bewohner vermeiden soweit wie möglich ihre Wohnungen zu verlassen; man fürchtet aber die erheblichen Nachzahlungen für den erhöhten Gasverbrauch.

Es scheint, dass sich die Bewohner auf dem Lande weit besser mit den Wetterbedingungen arrangieren können, als dies in den Großstädten der Fall ist. Aus Lemberg informiert uns Alexander Gladkov, dem die Osteuropahilfe das Studium der Zahnmedizin ermöglicht:“ Es gab an zwei Tagen eine auch tagsüber anhaltende Temperatur von -28 C., die kältesten Tage seit 1920! In den Vorlesungssälen ist es nur +17 Grad. Kindergärten und Schulen sind bis auf weiteres geschlossen. Dies gilt leider nicht für die Universitäten, die ihren Lehrbetrieb zu unserem Leidwesen, nicht eingestellt haben“.

Am schlimmsten sind alle diejenigen dran, die an den Haltestellen auf die Kleinbusse warten müssen, welche die Hauptlast des öffentlichen Nahverkehrs in Lemberg tragen und deren Frequenzen kältebedingt stark nachgelassen haben. Das führt zu chaotischen Verhältnissen in den total überfüllten Bussen, die sich auf schlecht geräumten Strassen nur langsam fortbewegen können. Alle hoffen auf ein baldiges Ende der großen Kälte.

 



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Pressemitteilung vom 12. 12. 2011

 

Osteuropahilfe spendiert hörgeschädigten Kindern neue Hörgeräte

 

Das Akustik-Team der Osteuropa-Hilfe, HNO-Arzt Dr. Johannes Sturm aus Landshut, Akustikmeister Peter Gsinn aus Tutzing und Akustikmeisterin Maria Sprenger aus Dingolfing (Thomas Wagner war diesmal nicht dabei)haben den schwerst hörbehinderten Kindern der Internatsschule in Pidkamin bei Brody wieder einmal neue Hörgeräte angepasst und individuell justiert. Zusätzlich wurden die neu der Schule zugeteilten hörbehinderten Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren auf ihr Hörvermögen getestet und, wo möglich, gleichfalls mit Hörgeräten versorgt. Diese Kinder bedeuten für die Helfer eine große Herausforderung, da sich die Kommunikation mit ihnen als ganz besonders schwierig erweist. Dazu Peter Gsinn: “Die Schwierigkeit liegt darin, dass sich die noch nicht schulpflichtigen Kinder meist noch gar nicht richtig artikulieren können, was die Ergebnisse eines Hörtests häufig stark einschränkt. Dabei hat uns aber eine einfühlsame und deutschsprechende Lehrerin sehr geholfen.“

 

Für dieses langfristig angelegte Projekt sammeln wir ständig Hörgeräte (neu oder gebraucht), überprüfen und wenn erforderlich reparieren wir sie. Auch von einigen Hörgerätehersteller haben wir dankenswerterweise Hörgeräte erhalten.

 

Noch nicht gelöst ist der anstehende Übergang von den bisher analogen auf die digitalen Hörgeräte, nachdem die Produktion der analogen Geräte eingestellt worden ist. Die neuen digitalen Geräte sind zwar leistungsfähiger, aber schwieriger anzupassen, anfälliger und vor allem deutlich teuerer. Um die für die Schulkinder in Pikamin wichtige Hörhilfe weiter leisten zu können (das öffentliche Gesundheitssystem in der Ukraine versagt hier komplett), hat die Osteuropahilfe inzwischen einen Unterstützungsantrag bei der Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks gestellt und freut sich natürlich auch über private zweckgebundene Spenden auf das Konto Nr. 5500 3560 bei der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen

BLZ 700 543 06.

(E. Hoppe)



Pressemitteilung vom 01. 12. 2011


Osteuropahilfe wieder auf Herbergssuche


- Wir suchen dringend neues Lager -

 

Die Osteuropahilfe der Landkreise Starnberg und Bad Tölz-Wolfratshausen e. V. befindet sich wieder einmal auf Herbergssuche.

Kaum dass wir unser neues Lager für Großgeräte in Mörlbach, Gemeinde Berg, bezogen haben und dort für einige Monate u. a. Krankenbetten, Matratzen, Schulmöbel zwischenlagern konnten, müssen wir das Lager bis zum Jahresende leider wieder räumen. Trotzdem war es uns eine große Hilfe und wir bedanken uns für die Überlassung sehr herzlich.

Wir benötigen dringend eine neue Lagermöglichkeit. Geeignet wäre eine Halle von etwa 400-600 qm Fläche, absperrbar, trocken und auch mit Lkws anfahrbar, möglichst im Einzugsgebiet Wolfratshausen oder Starnberg.

Auch zeitlich befristet Lagerräume wären eine große Hilfe für uns. Da es sich um Zwischenlagerung von Hilfsgütern bis zum nächsten Transport in die Ukraine handelt, können die Räume immer sehr schnell wieder geleert werden. Als ausschließlich von privaten Spenden abhängige Organisation, können wir leider keine Miete zahlen; dieser Appell wendet sich deshalb an Eigentümer mit sozialem Engagement. Allerdings kann der Verein steuerlich geltend zu machende Zuwendungsbescheinigungen ausstellen.

Wir wären Ihnen für Hinweise oder Angebote über leer stehende Lagergebäude dankbar und bittet um Kontaktaufnahme bei Richard Dimbath (Tel.: 08171/10732) oder bei Roderich von Pilar (08151/97 00 57) oder bei Erhard Hoppe (08171/91 06 45).



Pressemitteilung vom 19. 11. 2011

Osteuropahilfe - Jahresrückblick 2011


Mit der Beladung des dritten Sattelschleppers mit humanitären Hilfsgütern am Dienstag, den 8.November 2011, beendete die Osteuropahilfe der Landkreise Starnberg und Bad Tölz-Wolfratshausen e.V. in diesem Jahr ihre Großtransporte in die Ukraine. Versandt wurden u.a. 6 Krankenhausbetten, 30 Matratzen, 1 Palette Krankenhausverbrauchsmaterialien, rund 800 Kartons mit Bekleidung sowie ein Spezialrollstuhl für eine querschnittgelähmte junge Mutter.

Dank der großen Sachspendenbereitschaft der hiesigen Bevölkerung sowie öffentlicher Institutionen und Unternehmen, war es der Osteuropahilfe möglich, im laufenden Jahr insgesamt drei vollbeladene LKW nach Brody und Lemberg in der Ukraine zu schicken. Aber auch im Rahmen der im Mai durchgeführten Besuchsfahrt einer Lehrer-/Schülergruppe der Montessorischule Bad Tölz sowie bei der Besuchergruppe im September konnten u.a. vor allem eine große Anzahl von besonders begehrten Lebensmittelpaketen mitgenommen werden.

Die hörtechnische Versorgung der Schüler in der Internatsschule für schwersthörbehinderte Kinder in Pidkamin (bei Brody) wurde im Mai durch Akustikmeister Thomas Wagner aus Gaissach fortgeführt; eine weitere Expertengruppe mit dem Akustikmeister Peter Gsinn aus Tutzing und dem HNO-Arzt Dr. Johannes Sturm, wird im Dezember für einige Arbeitstage nach Pidkamin reisen.

Während die Osteuropahilfe ausreichend mit Sachspenden versorgt wird und die Mehrheit der Spender von Bekleidung erfreulicherweise mit kleinen und großen Geldspenden zu den anfallenden Transportkosten nicht unwesentlich beiträgt,

erhält der Verein von Krankenhäusern, Behörden und Unternehmen bei der Übernahme von Sachspenden keinerlei Transportkostenunterstützung. Dazu der 1.Vorsitzende der Osteuropahilfe, Richard Dimbath: „Es ist mir ein aufrichtiges Bedürfnis, den vielen kleinen und großen Spendern meinen allergrößten Respekt und Dank auszudrücken; gleichzeitig müssen wir immer wieder zur Kenntnis nehmen, dass institutionelle Sachspender sich unserer Bitte nach einem Transportkostenbeitrag stets mit dem Hinweis auf fehlende Budgets verschließen.“

E. Hoppe, Presse.