Informationen zu abgeschlossenen Projekten

Erfolgreiche Nothilfe

- 50 Menschen haben wieder ein warmes Heim -

 

Am Vormittag des 10.02.2017 erreichte uns ein Notruf von Ihor Hnat, dem Leiter der Resozialisierungskommune in Brody. Die komplette Heizung und Warmwasseraufbereitung im zentralen Wohngebäude war ausgefallen. Die gebrauchte Anlage wurde vor vielen Jahren von Caritas Österreich gespendet, leistete viele Jahre gute Dienste, hatte nun aber einen irreparablen Schaden. Eine Katastrophe für die ca. 50 Bewohner, darunter Kinder aus Flüchtlingsfamilien der Ostukraine.

Die Erneuerung des 200 kW Feststoffbrennkessel mit Montage und Inbetriebnahme wurde auf 6000,-- € veranschlagt. Es war ein Problem  aufgetreten, das die Kommune aus eigener Kraft nicht lösen konnte.

Schnelle Hilfe war also nötig.

 

Eine großzügige Förderin des Vereins erklärte sich spontan bereit die Hälfte der Kosten zu übernehmen. Nach kurzer Abstimmung traf der Vorstand die Entscheidung  die andere Hälfte zu finanzieren. Somit konnten wir bereits am Nachmittag Ihor Hnat die Hilfszusage geben. Unterstützt von einer Fachfirma begann er unverzüglich mit die Detailplanung und konnte bald den Auftrag erteilen.

Bereits 10 Tage später wurde mit den Arbeiten begonnen. Die frostigen Temperaturen führten zwar noch einmal zu einer Verzögerung der Installationsarbeiten, aber schon am 24.02. erhielten wir von einem frohen und sehr erleichterten Leiter der Wohnanlage die Meldung, dass der schwere Heizkessel, ukrainischer Bauart erfolgreich installiert wurde, die Bewohner sich dankbar über Ihre wohlig warmen Zimmer freuen und endlich wieder eine heiße Dusche nehmen konnten.

 

Verbesserung der zahnärztlichen Versorgung von bedürftigen Menschen

 

Projektziel

 

Ziel dieses Projektes war es bedürftigen Menschen zahnärztliche Behandlung zu ermöglichen.

Das Projekt gliederte sich in zwei Teilprojekte

  1. Zahnärztliche Behandlungen bedürftiger Menschen in den Zahnkliniken der Grenzpolizei in Lemberg und der Zahnklinik des Kreiskrankenhauses in Brody

  2. Unterstützung der Modernisierung der Zahnklinik in Brody

 

Teilprojekt 1:

Zahnärztliche Behandlungen bedürftiger Menschen

 

  • Seit dem 2. Halbjahr 2015 werden, in der Zahnklinik der Grenzpolizei in Lemberg, Behandlungen von bedürftigen Menschen durchgeführt. Die Personen werden von Partnerorganisationen der Osteuropahilfe vorgeschlagen. Die Behandlungen erfolgen nach dem Vorliegen eines Kostenvoranschlages und nach Abstimmung mit der Projektleitung der Osteuropahilfe.

  • Die Behandlungskosten beliefen sich auf € 1.330,00 (Stand 27.10.2016).

  • Auch in der Zahnklinik in Brody wurde die Behandlung von bedürftigen Menschen aufgenommen. Die Behandlungskosten in Brody wurden bisher, aufgrund umfangreicher Hilfsgüterlieferungen der Osteuropahilfe, von der Klinik getragen.

  • Bisher wurden ca. 12 Personen in Lemberg) und 24 in Brody behandelt (vorwiegend Frauen und Kinder).

 

Das Teilprojekt wurde erfolgreich initiiert und wird im Rahmen der permanenten Projektaktivitäten weitergeführt.

 

Teilprojekt 2:

Unterstützung bei der Modernisierung der Zahnklinik in Brody

 

Ziel dieses Teilprojeks war es durch die Lieferung von hochwertigen Dentalgeräten, Instrumenten und Mobiliar, zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten  zu schaffen, die vorwiegend der Behandlung von armen Menschen dienen sollen.

 

Durch das Angebot von Dr. Dippelhofer, seine komplette Praxisausstattung im Februar 2015 zu übernehmen, eröffneten sich konkrete Perspektiven für die Realisierung. Größere Finanzspenden von privaten Sponsoren und der Hilfsorganisation „dentists and friends“, legten die Grundlage für den Start des Projekts.

Der Kontakt zu Gregor Wehse, Geschäftsführer der Firma „dentalpoint Wehse“, der seine Unterstützung zusagte, lieferte schließlich die erforderliche, fachliche Kompetenz für eine erfolgreiche Projektarbeit.

 

Auf ukrainischer Seite wurde mit dem Chef der Zahnklinik in Brody, Dr. V. Slavinkskij,  ein engagierter, sozial eingestellter Partner gefunden der mit den Sach- und Finanzspenden umfangreiche Modernisierungen veranlasste und bereits vielen, sozialschwachen Menschen kostenlose zahnärztliche Behandlungen ermöglichte

 

 

 

Augenoperation für ukrainische Mädchen in Deutschland

 

Am 6.April wurde in München der 14jährigen Julia Onufrij aus der Internatsschule für hörbehinderte Kinder in Pidkamin bei Brody (Ukraine) in einer Operation eine erhebliche Augenfehlstellung erfolgreich korrigiert.
Bei seinem letzten Arbeitsaufenthalt in der Internatsschule sind dem Akustik- und Optikermeister Peter Gsinn aus Tutzing bei der hörtechnischen Betreuung der Schüler zusätzlich zwei Mädchen aufgefallen, deren Sehrichtung der beiden Augen unnatürlich auseinander lief. Der Versuch, diese erhebliche Behinderung in Brody, also vor Ort, beheben zu lassen, schlug fehl.

 

Nachdem sich der Augenarzt Dr. Ernst Höfling bereit erklärte die Operation ohne Honorar durchzuführen, entschloss sich die Osteuropahilfe, die Mädchen zusammen mit einem Elternteil nach Deutschland einzuladen. Die Kosten für Anästhesie, Reise und Aufenthalt wurden vom Verein übernommen.

 

Zwei Monate nach der geglückten Augenoperation des ersten der beiden ukrainischen Mädchen, ist am 6.Juli auch der 13jährigen Nadja eine extreme Augenschiefstellung operativ korrigiert worden. Wieder war es der Augenarzt Dr. Ernst Höfling, der die Operation ohne Honorar durchführte einschließlich der operativen Nachsorge.

Dem eher schüchternen und stark hörbehinderten Mädchen konnte damit ein Stück Lebensqualität zurückgegeben werden, ein nicht zu unterschätzender Beitrag für dessen Zukunft. Erstmals, so sagte einer der hiesigen Betreuer von Nadja, der sie bereits kannte, habe Nadja nach der Operation gelächelt. Dies sei für ihn ein ganz besonderer glücklicher Moment gewesen.

 

Die Osteuropahilfe freut sich, dass die ohnehin durch ihre Hörbehinderung benachteiligten Mädchen durch die Augenkorrektur ein Stück Lebensqualität zusätzlich vermittelt werden kann. Ohne das große Engagement von Peter Gsinn und dem großzügigen Entgegenkommen des Augenarztes wäre aber dieses insgesamt doch recht aufwendige Hilfsprojekt nicht zustande gekommen.

Notstromversorgung für ein Krankenhaus in Lemberg


 

Das Gesundheitswesen in der Ukraine ist von den westeuropäischen Standards weit entfernt. Dies betrifft auch die technische Ausstattung der Kliniken. In einer Klinik in Lemberg,  die von der OEH seit Jahren unterstützt wird, gibt es keine Notstromversorgung. Im September 2014 wandte sich die Klinikleitung mit der Bitte an uns, die Klinik mit Notstromerzeugern zu unterstützen. Unter Berücksichtigung der kritischen Versorgungslage und des bevorstehenden Winters kam dieser Bitte eine besondere Dringlichkeit zu. Die Osteuropahilfe will mit diesem Projekt helfen die Behandlungssituation im Krankenhaus zu verbessern, in dem Stromkreise in kritischen Behandlungsräumen durch eine Notstromversorgung abgesichert werden.

Inzwischen ist der Notstromerzeuer erfolgreich installiert und wird wegen häufiger Unterbrechungen der Stromversorgung in Lemberg oft benötigt. Besonders bei Stromausfällen während Operationen bewieß  die Anlage bereits mehrfach ihren lebensrettenden Nutzen.

Die Realisierung dieses humanitären Hilfsprojekts durch die Spende einer stillgelegten 225 KVA Notstromanlage der Stadtwerke München, Münchner Verkehrs Gesellschaft ermöglicht.

Notstromversorgung für die Resozialisierungs-Kommune in Brody

 

In einem abgelegenen Waldgebiet, 10 km außerhalb von Brody, hat die Resozialisierungs Kommune des Zentrums für Soziale Adaption (RCSA) von Ihor Hnat seit vielen Jahre ein Zuhause gefunden. Seit dem Frühjahr 2014 werden hier auch Frauen und Kinder aufgenommen die aus Kriegsgebieten im Osten der Ukraine flüchten mussten.

 Die kritische Versorgungslage und die häufigen Stromunterbrechungen wirken sich in dieser entlegenen Einrichtung besonders gravierend aus.

 Entsprechend groß war die Freude als wir Ihor Hnat am 11. November 2014 ein, von den Stadtwerken München gespendetes, Notstromaggregat übergeben konnten.

 

 

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