Warum  eine „Frauen-Beauftragte“ im Vorstand sinnvoll ist?

 

- weil die Mehrzahl der Mitglieder der OEH Frauen sind, ohne dass sich das bisher in der Zusammensetzung des Vorstands wider gespiegelt hat

 

- weil unsere Helfer in der Ukraine in der Mehrzahl Frauen sind, die selbst wiederum Frauen als Ansprechpartnerinnen bevorzugen, weil sie kommunikationsfreudiger und Empathie fähiger sind

 

- weil es in der OEH sehr wesentlich um die Hilfe für Frauen in der Ukraine geht

 

- weil sie- ohne den Schutz eines Mannes- weitgehend rechtlos sind und deshalb unsere Unterstützung brauchen

 

- weil sie de facto weder Rechtsgleichheit noch Chancengleichheit noch Aufstiegsmöglichkeiten haben und deshalb immer wieder in die Rolle des Opfers fallen

 

- weil sie somit noch immer unter der sie dominierenden „Männer-Gesellschaft“ leiden

Für diese Frauen Ansprechpartnerin zu sein und ihren Belangen Gehör zu verschaffen habe ich mir vorgenommen.

 

 

Heidrun Opitz, OSTR a. D., Wolfratshausen, J.-Schnellrieder Weg 10, Tel: 08171-17161

 


 

Frauenschicksale in der Ukraine

 

Die Berichte unter der Rubrik „ Patenschaften Familienhilfe“ zeigen, dass es vor allem Frauen sind, die ein schweres Schicksal haben und es häufig allein meistern müssen, nämlich als Alleinerziehende mit Kindern bzw. mit einem behinderten Kind durchs Leben zu kommen. Eine der Ursachen dafür ist, dass die Männer sich aus der Familie verabschieden, sobald Probleme auftauchen. Doch auch der ukrainische Staat lässt diese Frauen im Stich, so dass sie oft nicht wissen, wie sie die Kosten für das behinderte Kind, für Medikamente, für die Wohnung und Lebensmittel aufbringen sollen. Ohne die sie unterstützenden Patenschaften, ermöglicht durch die OEH, würden manche Familien in die Obdachlosigkeit fallen oder Kinder werden in Heime abgeschoben, in denen sie verwahrlosen. Bei dem Bemühen, in dieser Situation zu helfen, stützt sich die OEH vor allem auf ukrainische Frauen, die als Helferinnen, Netzwerkerinnen und Übersetzerinnen tätig sind.

 

Für die Region Lemberg sei hier vor allem Anita Weininger genannt. Sie arbeitet mit Behörden zusammen, übersetzt Dokumente, handelt Genehmigungen mit den Zollbeamten aus, verhandelt mit den Grenzpolizisten und der örtlichen Polizei. Ferner pflegt sie enge Kontakte mit den Chefs der Kliniken, mit dem Direktor des Gefängnisses, mit dem Leiter des Waisenhauses. Sie organisiert Lagerflächen und verteilt die Hilfsgüter an die wirklich Bedürftigen. Ihr arbeitet ein Team von Frauen zu, zu dem Serafima Gladkowa-Will, Maria Mrachkovska, Oxana Mrachkovska und unter vielen anderen auch Veronika Voronina gehören.

 

In Brody ist es Maria Pidvirna, die als Netzwerkerin und Dolmetscherin Kontakte zu allen gesellschaftlichen Gruppen knüpft, zum Bürgermeister ebenso wie zu Chefärzten und Sozialarbeitern der verschiedenen Organisationen. Wie Anita in Lemberg so sorgt auch sie dafür, dass die Anliegen der bedürftigen Frauen uns erreichen.

Denn viele dieser vom Schicksal gebeutelten Frauen schweigen aus Scham und wollen und können sich nur Frauen öffnen. So sind es vor allem diese ukrainischen Helferinnen, die die Lasten tragen und die wir nicht allein lassen dürfen.

 

 

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