Jahresbericht 2025

 

Im Jahr 2025 hat sich die „Kriegswirtschaft“ für die Osteuropahilfe weiterentwickelt. Wir haben Kontakte zu Hilfsorganisationen in unserem Einzugsgebiet. Wir unterstützen uns gegenseitig durch Helfer bei Verladeaktionen, Finanzierung von Transporten, Vermittlung von Hilfsgütern und Abholaktionen im weiten Umkreis. Obwohl die Spendeneingänge zurückgegangen sind, konnten den Hilfeanfragen weitgehend nachgekommen werden. 

 

1.        In der Mitgliederversammlung am 15. April 2025 waren 19 Personen anwesend, davon 16 stimmberechtigt. Auf der Tagesordnung standen die Rechenschaftsberichte über das Jahr 2024 der Vorsitzenden und des Schatzmeisters und die Neuwahlen des Vorstands, alle vier Vorstände wurden durch die Versammlung bestätigt.
Der Rechenschaftsbericht 2024 umfasste die Arbeit des Vorstands mit Hilferuf von Igor Gnat für den RCSA (früher Resozialisierungskommune) in Brody, 4 Vorstandsitzungen mit den Themen neue Suche nach Lagermöglichkeiten, der Finanzstatus, die Abwicklung von Transporten mit Speditionen, die Vornahme einer Bedürfnisprüfung unserer Patenfamilien und die interne Kommunikationsstruktur. 2024 gab es zwei Vereinstreffen im Gasthof Löwenbräu in Wolfratshausen.
 

2.        Im Jahr 2025 fand ein Vereinstreffen am 6. März statt, bei dem die Situation in der Ukraine in politischer, militärischer und humanitärer Hinsicht betrachtet und die Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen vorgestellt wurde. Beim Vereinstreffen am 2. Dezember war Hauptthema der Hilferuf von Igor Gnat für den RCSA (früher Resozialisierungskommune) in Brody - das beschäftigt uns bis heute. Dank an Friedrich Jacob für seinen engagierten Einsatz. 

3.        Vorstandsitzungen wurden am 23. Januar, am 14. Mai und am 6. November durchgeführt, besprochen wurden Hilfeanfragen von Organisationen und Einzelpersonen und die Situation des Lagers für Hilfsgüter.
 

4.        Im Jahr 2025 fanden Besuche in der Ukraine ausschließlich durch das Vorstandsmitglied Jörn Bertleff statt, der auf privater Basis in der Ukraine Projekte durchführt und bei dieser Gelegenheit auch Kontakte zu unseren Partnern in Brody pflegt. 

5.        In Patenschaften unterstützen wir 8 bedürftige Familien, davon 3 in Lviv und 5 in Brody, deren Bedürftigkeit in unregelmäßigen Abständen geprüft wird.
 

6.        Transporte von Hilfsgütern wurden mittels 45 Klein- und Einzeltransporte und 5 Lkw mit je 40 t von den Lagern in Ebenhausen, Gelting und Nersingen/Ulm abgewickelt. Das Sortiment der Hilfsgüter ist nach wie vor breit gefächert, von Kleidung (insbesonders Winterkleidung), Hygienematerial, medizinischem Material, Orthopädischen Hilfsmitteln, Wolldecken, Bettwaren, Handtücher und Küchenausstattung bis zur Lieferung von Krankenhaus Mobiliar war alles dabei.
 

7.        Die Organisation Hilfe ohne Grenzen.Brody ist nach wie vor Dreh- und Angelpunkt unserer Aktivitäten in der Ukraine. In Brody wurden wie seit Jahren 6 Organisationen unterstützt, in Pidkamin 5 und weitere in Chernihiw, Charkiw, Ternopil und Kyijw. Andrij Gromjak betreibt ein umfangreiches Lager für Hilfsgüter, das zweimal wöchentlich geöffnet ist. Die Abgabe erfolgt gegen Nachweis der Bedürftigkeit und Eintrag in einer Abgabeliste. 

8.        Folgende Partnerorganisationen haben wir mit Hilfsgütern und Finanzierung von Renovierungen, Gerätschaften, Lebensmittel, usw.unterstützt: in Brody  Mittelschule I - III in Brody / Jugendeinrichtung Oberih  / RCSA /
Krankenhaus Brody / Prosto Neba - Dorija / Tierheim STEP in Brody
  in Pidkamin
Gemeinde Pidkamin/ CNSP Pidkamin – Zentrum für Soziale Dienste / Heim für psychisch Kranke / Internat für schwer hörbehinderte Kinder (Batterien für Hörgeräte) / Mittelschule Pidkamin
in Chernihiw (Rettender Fels), Charkiw (Darik gibt Gutes), Ternopil (Krankenhaus) und Kyjiw (Svoi Razom)
  und viele Einzelanfragen.

9.        Finanzen: Haupteinnahme sind Geldspenden. Nach dem Spendenboom in den Jahren 2022 und 2023 ist für das Jahr 2025 wiederum ein deutlicher Rückgang des Spendeneinganges zu verzeichnen. Trotzdem konnten wir den Hilfeanfragen weitgehend nachkommen. Die Mitgliedsbeiträge stellen eine konstante Größe dar, spielen aber in diesen Kriegszeiten eine untergeordnete Rolle.

Finanziert wurden unter anderem Renovierungsarbeiten in Chernihiw und Pidkamin sowie die Anschaffung von Generatoren, Motorsägen, Rasenmähern, ein Starthilfegerät, Werkzeug, ein Badewannenlifter, 77 Paar Wärmesohlen, 2 Tischtennisplatten, Hygienematerialien und Medikamenten u.v.m. und natürlich die Transporte. Neben den Transporten der Hilfsgüter haben wir auch den Transport von Fischernetzen aus Dänemark nach Charkiw und Odessa finanziert.

 

Fotos zu unseren Aktivitäten finden Sie auf osteuropa-hilfe.de im Menü Medien/Bildergalerie …


All diese Aktivitäten wurden größtenteils von den Vorstandsmitgliedern abgewickelt. Beim Abholen von Hilfsgütern, bei Verladeaktionen, Sortieren und Verpacken im Lager kamen Helferinnen und Helfer aus dem Bekanntenkreis, auch in Schäftlarn lebende Ukrainerinnen und Ukrainer dazu. Aufwändig für den Vorstand und wichtig ist die Überprüfung aller Anfragen auf die Übereinstimmung mit der Satzung und den Anforderungen an die Gemeinnützigkeit. Alle sind ehrenamtlich im Einsatz, manchmal gibt es eine Entschädigung in Form einer Tafel Schokolade, einer Brotzeit o.ä.

Der Krieg dauert an, keiner weiß wie lange der Terror noch anhält. Wir werden die Menschen in der Ukraine nach all unseren Möglichkeiten unterstützen.

 

Der Dank des Vorstands gilt allen  Mitgliedern, Spendern, Einzelpersonen, Vereinen und Firmen,

die durch ihre großherzigen Spenden oder aktive Mitarbeit

unsere Hilfe in der Ukraine im letzten Jahr ermöglicht haben.

Der Vorstand hofft, dass auch weiterhin großzügige Spenden eingehen,

um wie in den ersten drei Kriegsjahren, Not, Mangel und Leid

in der Ukraine lindern zu können.

 

Слава Україні!